Häufige Fragen zum Thema Hausnotruf

Alles Wichtige zum Hausnotruf – verständlich, neutral und auf den Punkt erklärt.

Komplette Lesezeit: ca. 15 Minuten

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Themenübersicht

1. Einstieg und Orientierung

Ein Hausnotruf ist ein Notrufknopf, über den im Notfall schnell Hilfe angefordert werden kann. Man trägt ihn am Handgelenk oder als Kette um den Hals. Wird der Notrufknopf gedrückt, läuft es meist wie folgt ab:
  1. Der Hausnotruf stellt automatisch eine Verbindung zur Notrufzentrale des Anbieters her
  2. Je nach Situation werden Angehörige, ein Bereitschaftsdienst oder der Rettungsdienst informiert
  3. Eine Vertrauensperson oder professionelle Hilfe macht sich auf den Weg
  4. Vor Ort wird die betroffene Person unterstützt oder medizinisch versorgt

Grundsätzlich wird zwischen stationären und mobilen Hausnotruf-Systemen unterschieden.

Stationäre Hausnotruf-Systeme sind für die Nutzung zuhause vorgesehen. Der Notruf wird dabei über eine Basisstation und einen tragbaren Notrufknopf ausgelöst.

 

Mobile Hausnotruf-Systeme funktionieren zusätzlich auch unterwegs. Diese Geräte besitzen eine SIM-Karte und Ortungsfunktion, sodass im Notfall auch außerhalb der eigenen Wohnung Hilfe gerufen werden kann.

 

Hinweis: Genauere Informationen zu den Geräten finden Sie im Bereich Geräte und Zusätze.

Ein Hausnotruf kann für viele Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen sinnvoll sein. Ganz gleich, ob für die eigene Situation oder zur Entlastung von Angehörigen. Häufige Gründe für einen Hausnotruf sind zum Beispiel:

  • Sturzrisiko oder gesundheitliche Einschränkungen
  • Unsicherheit nach einem Krankenhaus- oder Reha-Aufenthalt
  • Angehörige wohnen weiter entfernt oder können nicht jederzeit vor Ort sein
  • der Wunsch, dass im Notfall schnell geholfen wird
  • möglichst lange selbstständig zuhause leben zu können

2. Kosten im Überblick

Die monatlichen Kosten für einen Hausnotruf unterscheiden sich je nach Gerätetyp und Pflegegrad:

  • Stationärer Hausnotruf mit Pflegegrad: meist 0 €
  • Stationärer Hausnotruf ohne Pflegegrad: häufig zwischen 27 € und 32 €
  • Mobiler Hausnotruf mit Pflegegrad: bereits unter 10 € möglich
  • Mobiler Hausnotruf ohne Pflegegrad: häufig zwischen 29 € und 59 €

 

Die konkreten Preise einzelner Anbieter finden Sie direkt in unserem Hausnotruf-Vergleich.

Je nach Anbieter können für folgende Leistungen zusätzliche Kosten entstehen:

  • Einrichtung oder Versand
  • stationäre Geräte mit SIM-Karte
  • Zubehör wie Sturzsensoren oder Tagestasten
  • Bereitschaftsdienst und dessen Einsätze vor Ort

 

Unser Vergleich zeigt, welche Zusatzleistungen enthalten oder optional sind. Genaue Kosten für optionale Leistungen müssen direkt beim Anbieter erfragt werden.

Liegt ein Pflegegrad vor, kann ein Hausnotruf bei der Pflegekasse als Pflegehilfsmittel beantragt werden. Viele Anbieter unterstützen kostenfrei bei der Antragstellung oder übernehmen diese vollständig.

 

Hinweis: Die Chancen auf eine Bewilligung können höher sein, wenn der Antrag direkt über den Anbieter gestellt wird.

 

Weitere Informationen zum Zuschuss finden Sie im Bereich Pflegegrad und Zuschüsse.

Der Knopfdruck selbst verursacht in der Regel keine Kosten. Gleiches gilt auch bei versehentlichem Drücken.

 

Kosten können entstehen, wenn dadurch Einsätze eines Bereitschaftsdienstes oder Rettungsdienstes ausgelöst werden.

Bei einem medizinischen Notfall (z.B. gesundheitlichen Beschwerden, Verletzungen oder Stürzen) gelten in der Regel folgende Regelungen:

  • Gesetzlich Versicherte: Die Kosten werden meist übernommen, allerdings kann eine Zuzahlung von etwa 5 € bis 10 € anfallen.
  • Privatversicherte: Sie erhalten zunächst die Rechnung und reichen diese anschließend bei der Versicherung oder Beihilfe ein. Je nach Tarif werden die Kosten ganz oder teilweise übernommen.

Liegt kein medizinischer Notfall vor, müssen die Kosten meist selbst getragen werden.

 

Hinweis: Ein Rettungswagen rückt nicht automatisch nach einem Knopfdruck aus. Ob dieser benötigt wird, wird gemeinsam mit der Notrufzentrale und der betroffenen Person abgestimmt.

3. Pflegegrad und Zuschüsse

Ein Pflegegrad ist die offizielle Einstufung, wie stark Menschen im Alltag auf Unterstützung angewiesen sind. Er wird nicht nach Krankheitsbildern vergeben, sondern danach, wie selbstständig jemand seinen Alltag meistert.

 

Aktuell gibt es in Deutschland fünf verschiedene Pflegegrade. Sie bestimmen, welche Leistungen und Zuschüsse jemand von der Pflegekasse erhält. Beispielsweise ist schon ab Pflegegrad 1 ein monatlicher Zuschuss von 27 € für ein Hausnotruf-System möglich.

Der Antrag auf einen Pflegegrad läuft in der Regel wie folgt ab:

  1. Antrag bei der zuständigen Pflegekasse stellen
  2. Formular der Pflegekasse ausfüllen und einreichen
  3. Medizinischer Dienst (MD) besucht die betroffene Person und beurteilt die Selbstständigkeit im Alltag
  4. Pflegekasse entscheidet anschließend über die Einstufung

 

Wenn Sie Hilfe beim Ausfüllen des Formulars oder bei der Beantragung benötigen, erhalten Sie hier kostenfreie Unterstützung beim Pflegegrad-Antrag.

Menschen mit Pflegegrad 1 bis 5 können seit dem 1. April 2026 für anerkannte Hausnotruf-Systeme einen monatlichen Zuschuss in Höhe von 27 € erhalten.

 

Hinweis: Wie Sie eine Kostenübernahme beantragen, finden Sie im Bereich Kosten im Überblick.

Ohne Pflegegrad müssen die Kosten für den Hausnotruf in der Regel selbst getragen werden. Allerdings können diese unter bestimmten Umständen steuerlich geltend gemacht werden.

Auch Privatversicherte können bei einem vorhandenen Pflegegrad Anspruch auf einen Zuschuss für anerkannte Hausnotruf-Systeme haben.

 

Die Kostenübernahme hängt unter anderem von der privaten Pflegeversicherung sowie einer möglichen Beihilfe ab. Häufig wird die Rechnung zunächst selbst bezahlt und anschließend eingereicht.

1. Ist der Antrag noch in Bearbeitung, kann ein Hausnotruf bereits vor der Bewilligung genutzt werden. Wird der Pflegegrad später bewilligt, kann der Zuschuss rückwirkend ab dem Monat der Antragstellung gewährt werden.

2. Der Zuschuss für den Hausnotruf wird zusätzlich zu anderen Pflegeleistungen gewährt und nicht vom Pflegegeld abgezogen.

3. Braucht die Pflegekasse ohne triftigen Grund länger als 25 Arbeitstage für die Bearbeitung des Antrags, kann ein Anspruch auf eine Entschädigung von 70 € pro weiterer Woche der Verzögerung bestehen.

4. Die Kosten für einen Hausnotruf können unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich geltend gemacht werden.

4. Geräte und Zusätze

Stationäre Hausnotruf-Systeme bestehen aus einer Basisstation und einem Notrufknopf. Sie sind hauptsächlich für die Nutzung zuhause vorgesehen, funktionieren aber häufig auch noch in der näheren Umgebung, zum Beispiel im Garten oder Keller.

 

Die Basisstation besitzt eine Freisprechfunktion, sodass auch aus einem anderen Raum mit ihr gesprochen werden kann. Je nach Gerät ist sie über eine SIM-Karte oder über das Telefonnetz verbunden und verfügt in der Regel über einen integrierten Akku für den Fall eines Stromausfalls.

 

Der Notrufknopf ist in etwa so groß wie das Ziffernblatt einer Armbanduhr und kann je nach Ausführung um den Hals oder am Handgelenk getragen werden. Er ist per Funk mit der Basisstation verbunden und wasserdicht.

 

Hinweis: Geräte mit integrierter SIM-Karte benötigen für den Betrieb nur eine Steckdose. Das erleichtert die Ersteinrichtung und sorgt für mehr Flexibilität beim Aufstellen.

Mobile Hausnotruf-Systeme sind Notrufgeräte, die sowohl für zuhause als auch für unterwegs geeignet sind. Sie werden als Uhren, Armbänder oder als kleine mobile Geräte für die Tasche oder den Rucksack angeboten.

 

Durch die integrierte SIM-Karte und die Ortung per GPS ist eine Verbindung über das Mobilfunknetz sowie eine Standortübermittlung möglich. Über den integrierten Lautsprecher und das Mikrofon kann direkt über das Gerät gesprochen werden. Die Akkulaufzeit beträgt meist zwischen 2 und 3 Tagen.

Kombi-Geräte verbinden die Funktionen eines stationären und eines mobilen Hausnotruf-Systems. Sie bestehen aus einer Basisstation für zuhause und einem zusätzlichen mobilen Gerät für unterwegs.

 

Videogeräte sind stationäre Hausnotruf-Systeme mit einem zusätzlichen Bildschirm und einer Kamera. Dadurch sind Videoanrufe oder eine Bildübertragung mit Angehörigen oder der Notrufzentrale möglich.

Ein Sturzsensor erkennt mögliche Stürze und löst automatisch einen Notruf aus. So kann auch dann Hilfe angefordert werden, wenn der Notrufknopf nicht mehr selbst gedrückt werden kann.

 

Hinweis: Fehlalarme sind möglich und nicht jeder Sturz wird zuverlässig erkannt.

 

Unsicher, ob ein Sturzsensor passt? Unser Kaufberater hilft bei der Einschätzung. 

Mit einer Angehörigen-App können ausgewählte Kontaktpersonen je nach App über Notrufe, Standorte oder wichtige Ereignisse informiert werden. Teilweise sind darüber auch Anrufe, Nachrichten oder Einstellungen des Hausnotruf-Systems möglich.

Eine Tagestaste muss in einem bestimmten Zeitraum gedrückt werden, zum Beispiel morgens oder abends. Erfolgt keine Rückmeldung, werden automatisch Angehörige oder die Notrufzentrale informiert.

 

Hinweis: Bei längerer geplanter Abwesenheit kann die Funktion deaktiviert oder abgemeldet werden.

5. Anbieter und Leistungen

Es gibt verschiedene Arten von Hausnotruf-Anbietern. Dazu gehören Wohlfahrtsverbände, private Anbieter und Gerätehersteller. Die grundlegende Funktionsweise eines Hausnotruf-Systems ist bei allen Anbietern ähnlich. Unterschiede gibt es vor allem bei den Geräten, Zusatzfunktionen, Serviceleistungen und Vertragsmodellen.

 

Diese Unterschiede können Sie in unserem Hausnotruf-Vergleich direkt gegenüberstellen.

Die Hausnotrufzentrale wird vom jeweiligen Anbieter bereitgestellt und ist nicht mit der 112 zu verwechseln. Sie ist der erste Ansprechpartner nach Auslösen des Notrufs, beurteilt die Situation und organisiert die passende Hilfe. Zudem ist sie rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr besetzt.

Der Bereitschaftsdienst ist ein kostenpflichtiger Zusatzservice und unterstützt in Situationen, in denen normalerweise eine Bezugsperson helfen würde. Er hilft zum Beispiel bei Unsicherheiten im Alltag, plötzlichem Unwohlsein oder beim Öffnen der Türe. Damit Zugang zur Wohnung möglich ist, kann auch ein Schlüssel bei ihm hinterlegt werden.

 

Wichtig: Er ist kein Ersatz für die medizinische Notfallversorgung. In solchen Situationen wird immer der Rettungsdienst alarmiert.

 

Unsicher, ob ein Bereitschaftsdienst nötig ist? Unser Kaufberater hilft bei der Einschätzung.

6. Vergleich und Auswahl

Vor dem Vergleich ist es hilfreich, die eigene Situation grob einzuordnen. Wichtige Punkte sind zum Beispiel:

  • Soll der Hausnotruf nur zuhause oder auch unterwegs genutzt werden?
  • Sind Angehörige oder Bezugspersonen im Notfall erreichbar?
  • Wird ein zusätzlicher Bereitschaftsdienst benötigt?
  • Sind Zusatzfunktionen wie ein Sturzsensor oder eine Angehörigen-App sinnvoll?
  • Welche Vertragslaufzeit passt zu meiner Situation?

 

Diese Punkte können Sie anschließend im Hausnotruf-Vergleich direkt gegenüberstellen.

Für die Auswahl eines passenden Hausnotruf-Systems reichen oft schon 4 grundlegende Fragen aus: Gerät für zuhause oder unterwegs, passende Bezugsperson, Sturzsensor und zusätzlicher Bereitschaftsdienst.

 

Die integrierten Kaufberater führen Schritt für Schritt durch diese Themen und geben eine erste Orientierung, welcher Hausnotruf zur persönlichen Situation passen könnte.

Je nach Anbieter unterscheiden sich die Vertragslaufzeiten teilweise deutlich. Sie variieren von monatlich kündbar bis hin zu 2 Jahren. Folgende Fragen können bei der Entscheidung helfen:
  1. Wie flexibel möchte ich bleiben?
  2. Benötige ich den Hausnotruf eher kurz- oder langfristig?
  3. Habe ich durch eine längere Laufzeit einen Preisvorteil?
 

Wichtig: Achten Sie bei Anbietern mit längeren Laufzeiten auf eine kostenfreie Testphase. So kann zunächst geprüft werden, ob das Gerät auch wirklich zur persönlichen Situation passt, bevor eine längere Vertragsbindung entsteht.

7. Gespräch mit dem Anbieter

Für die Einrichtung des Hausnotrufs werden folgende Angaben benötigt:

  • Angaben zum Pflegegrad
  • Daten von Kranken- oder Pflegeversicherung
  • Angaben zur Bezugsperson
  • Zugang zur Wohnung im Notfall
  • Medizinische Angaben
  • Angaben zur Bankverbindung

 

Weitere Details finden Sie in unserem PDF: Wichtige Angaben für das Hausnotruf-Erstgespräch.

Eine Bezugsperson wird benötigt, damit im Notfall oder bei Unsicherheiten im Alltag eine vertraute Person informiert werden kann. Sie ermöglicht zum Beispiel den Zugang zur Wohnung oder unterstützt bei kleineren Problemen.

 

Je nach Anbieter oder gewähltem Paket ist eine Bezugsperson verpflichtend oder kann durch einen zusätzlichen Bereitschaftsdienst ersetzt werden.

 

Unsicher, ob Ihre Bezugsperson alle Vorgaben erfüllt oder ein zusätzlicher Bereitschaftsdienst nötig ist? Unser Kaufberater hilft weiter.

Damit im Notfall schnell geholfen werden kann, sollte vorab geklärt werden, wie Helfende Zugang zur Wohnung erhalten. Dafür kommen zum Beispiel folgende Möglichkeiten infrage:
  • den Schlüssel bei einem Bereitschaftsdienst hinterlegen
  • eine Bezugsperson oder ein Nachbar hat einen Schlüssel
  • ein Schlüsseltresor oder Schlüsselversteck wird genutzt

Damit im Notfall wichtige Gesundheitsdaten vorliegen, können Angaben zur gesundheitlichen Situation, zu Medikamenten sowie die Kontaktdaten des Hausarztes hinterlegt werden.

 

Wichtig sind vor allem Informationen, die im Notfall relevant sein können, zum Beispiel Bluthochdruck, Herzbeschwerden, Diabetes oder Medikamente wie Insulin oder Blutverdünner.

 

Hinweis: Die genauen Mengenangaben oder Einnahmezeiten der Medikamente müssen nicht angegeben werden. Stattdessen kann ein Medikamentenplan genutzt und dessen Aufbewahrungsort hinterlegt werden.

Ja. Die Angaben zur Bankverbindung gehören bei Hausnotruf-Anbietern zu den Pflichtangaben. Das gilt auch bei vollständiger Kostenübernahme durch die Pflegekasse.

8. Einrichtung & Inbetriebnahme

Das hängt vom Anbieter und der Einrichtungsart ab. Wird das Gerät zugeschickt, kann die Nutzung direkt nach Erhalt starten. Bei einer Vor-Ort-Einrichtung hängt es davon ab, wann ein Termin frei ist.

 

In vielen Fällen ist der Hausnotruf innerhalb weniger Tage einsatzbereit. Bei dringendem Bedarf sollte dies direkt beim Anbieter angesprochen werden, damit eine schnellere Einrichtung geprüft werden kann.

Das hängt vom jeweiligen Hausnotruf-System ab.

 

Stationäre Hausnotruf-Systeme benötigen dauerhaft Strom über eine Steckdose. Je nach Modell verbindet sich das Gerät über das Telefon- oder Mobilfunknetz mit der Notrufzentrale.

  • Telefonnetz: Es wird ein freier Telefonanschluss benötigt. Ist dieser bereits belegt, kann ein zusätzlicher Adapter erforderlich sein.
  • Mobilfunk: Ausreichender Empfang in der Wohnung wird benötigt.

 

Mobile Hausnotruf-Geräte müssen regelmäßig geladen werden und benötigen ausreichenden Mobilfunkempfang innerhalb und außerhalb der Wohnung.

 

Hinweis: Genauere Informationen zu den Gerätetypen finden Sie im Bereich Geräte und Zusätze.

Ja. Einige Anbieter übernehmen die Einrichtung vor Ort, während andere telefonisch oder per Video unterstützen.

 

Viele Hausnotruf-Systeme können aber auch selbst eingerichtet werden. Die Einrichtung erfordert oft nur wenige Handgriffe und keine besonderen technischen Kenntnisse.

Bei der Einrichtung sollte geprüft werden, ob das Gerät zuverlässig funktioniert und eine Verbindung zur Notrufzentrale hergestellt werden kann.

 

Bei stationären Hausnotruf-Systemen sollte zusätzlich getestet werden, ob der Notrufknopf in allen wichtigen Bereichen zuverlässig funktioniert.

 

Außerdem sollte klar sein:

  • was nach dem Auslösen eines Notrufs passiert
  • welche Zusatzfunktionen das Gerät bietet
  • an wen man sich bei Fragen oder Problemen wendet

Die Basisstation sollte möglichst zentral in der Wohnung oder im Haus aufgestellt werden, sodass Notrufe zuverlässig an der Basisstation ankommen.

 

Idealerweise ist sie so aufgestellt, dass aus den wichtigsten Aufenthaltsbereichen noch mit der Basisstation gesprochen werden kann.

9. Nutzung im Alltag

Ja. Der Notrufknopf ist wasserdicht und kann daher in der Dusche oder beim Baden getragen werden.

 

Ob ein mobiler Hausnotruf auch zum Schwimmen geeignet ist, hängt vom jeweiligen Modell ab.

Ein versehentlich ausgelöster Notruf ist in der Regel kein Problem. Entscheidend ist, ob der Notrufzentrale mitgeteilt werden kann, dass es sich um einen Fehlalarm handelt.

 

Mit Sprachkontakt: Wird der Notrufzentrale mitgeteilt, dass der Notruf aus Versehen ausgelöst wurde, werden keine weiteren Schritte eingeleitet und der Vorgang ist damit abgeschlossen.

 

Ohne Sprachkontakt: Kann die Notrufzentrale keinen Kontakt herstellen, wird die Situation als Notfall behandelt und entsprechende Hilfe eingeleitet.

Kann nach dem Auslösen des Notrufs kein Sprachkontakt über den Hausnotruf hergestellt werden, hängt das weitere Vorgehen vom jeweiligen Anbieter ab.

 

In den meisten Fällen wird zusätzlich noch versucht, die betreffende Person telefonisch zu erreichen.

 

Bleibt der Kontakt weiterhin aus, wird ein Rettungswagen verständigt.

Bei stationären Hausnotruf-Systemen halten die Batterien der Notrufknöpfe mehrere Jahre und müssen daher nur selten gewechselt werden.

 

Mobile Hausnotruf-Geräte müssen regelmäßig geladen werden. Die Akkulaufzeit beträgt in der Regel zwischen 2 und 3 Tagen.

 

Zudem verfügen die meisten stationären Hausnotruf-Systeme über einen integrierten Notstrom-Akku. Dieser hält das Gerät bei einem Stromausfall für einen bestimmten Zeitraum funktionsfähig.

Ja. Ein Hausnotruf sollte regelmäßig getestet werden, damit sicher ist, dass das Gerät zuverlässig funktioniert und die Notrufe auch bei der Notrufzentrale eingehen.

 

Viele Anbieter empfehlen daher einen monatlichen Test. Meldet sich die Notrufzentrale, genügt der Hinweis, dass es sich um einen Test-Notruf handelt.

 

Wichtig: Funktioniert das Gerät nicht zuverlässig oder gibt es Auffälligkeiten, sollte dies dem Anbieter sofort mitgeteilt werden.